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RÜCKBLICK  

2008 

25. Oktober 2008 - "Pars pro toto" des Studiengang Tanz

Erneut haben wir eine Aufführung des seit Jahren viel beachteten Gastchoreografenprojekts Artists in Residence besucht. Dieses Projekt ermöglicht den angehenden Tänzern mit renommierten Choreografen zu arbeiten und sich damit auf ihren Beruf vorzubereiten. Bisher haben u. a. Amanda Miller, Betsy Fisher, Robert Cohan, Massimo Gerardi, Emanuele Soavi mit ihnen Stücke einstudiert.

Diesmal wurde Hanoch Ben Dror eingeladen.
Hanoch Ben Dror studierte klassisches Ballett und Modernen Tanz in Tel Aviv und beschäftigte sich ausgiebig mit traditioneller chinesischer Medizin und chinesischer Bewegungskultur. Er tanzte u.a. bei der renommierten Batsheva Dance Company, beim Cullberg Ballett unter Mats Ek, sowie unter Nacho Duato und Jean Christophe Maillot.
Seit 2007 ist Hanoch Ben Dror künstlerischer Leiter des GVANIM BEMACHOL DANCE FESTIVAL in Israel.

Im Anschluss an den Tanz ließen wir gemeinsam den Abend in einem nahe gelegenen Lokal mit Prof. Paul Melis, der von seinem Sabbat-Jahr in London zurückgekehrt ist, ausklingen.   

 

11. Oktober 2008 - two pears von pretty ugly tanz köln 

Amanda Millers „Two Pears" entstand 1994 als erstes abendfüllendes Ballett der neu gegründeten Pretty Ugly Dance Company und wurde seitdem in ihrem choreografischen Schaffen mehrmals wieder aufgegriffen. Nun entstand mit den Tänzern von pretty ugly tanz köln in Kooperation mit dem Teo Otto Theater Remscheid eine neue Bearbeitung des Werkes zur Musik des amerikanischen Avantgarde Musikers Arto Lindsay. In „Two Pears" beschäftigte sich Amanda Miller zum ersten Mal mit poetischen und philosophischen Texten, die von Seth Tillett zusammengestellt wurden. Ein Teil der getanzten Trilogie war jeweils einem Dichter und Philosophen gewidmet: Lukrez, der im letzten Jahrhundert vor Christi Geburt in Rom lebte, dem antiken Philosophen Empedokles und dem italienischen Dichter Cesare Pavese. Dabei ging es nicht um eine Illustrierung der Texte oder eine getanzte Nacherzählung historischer Ereignisse und philosophischer Überlegungen: Die Texte der jeweiligen Teile sind Ausgangspunkt und Inspiration. Im Vorfeld erhielten wir eine persönliche Einführung von Hanna Koller und im Anschluss feierten wir gemeinsam mit den Tänzern die Premiere.

 

3. Oktober 2008 - outOpia von movingtheatre.de

Gemäß unserem Motto, außergewöhnlichen Tanz an ungewöhnlichen Orten zu genießen, trafen wir uns diesmal in einem Heizkraftwerk, das nur einmal im Jahr seine Pforten für ein Stück öffnet. Das Team von movingtheatre.de hat sich für das neue Stück auf acht Performer vergrößert.
Die Protagonisten Achim Conrad (Schauspiel), Massimo Gerardi und Emanuele Soavi (Choreografie/Tanz) trafen wir im Anschluss zum gemeinsamen Gespräch und zur gemeinsamen Premierenfeier. Achim Conrad beschreibt das Konzept so:
„Outopia, der Nicht-Ort, die Durchreisestation, ermöglicht es erneut, wieder anzufangen ohne den konkreten Ballast einer Vergangenheit in Form von Struktur und Gesetzen. ...
Hier entdecken die Menschen ihre eigene Fragilität, ihre Naivität, ihre Schwächen und Stärken." Die Musik komponierten die Münchner Musiker Hilke Fährmann und Jürgen Schneider für das 10 Meter lange, von ihnen entwickelte, Saiteninstrument „Scapha".

24. August 2008 - Tanzabend mit dem POGOensemble

Zwei Ausbildungsstätten für Tanz gibt es in Köln: die Tanzabteilung der Hochschule für Musik und den Studienschwerpunkt Kreativität der Deutschen Sporthochschule. Mit dem POGOensemble bestehend aus den Choreografinnen und Tänzerinnen Dilan Ercenk, Denise und Tessa Temme luden wir erstmals Absolventen der Sporthochschule zu uns ein. Das freie POGOensemble im KunstSalonEnsemble hat sich nicht nur in Köln etabliert: Bereits 2004 erhielt es beim 11. Internationalen Choreographischen Wettbewerb Burghausen den 3. Preis der Jury. Nominiert für den Kölner Tanzpreis des vergangenen Jahres, hat es in diesem Jahr den 2. Preis und den Publikumspreis des Internationalen Choreografie-Wettbewerbs „No Ballet" in Ludwigshafen gewonnen.

Von diesem Talent konnten wir uns auch im KunstSalon überzeugen: Mit dem preisgekrönten Stück „Ja ja der Jodok" nach der Literaturvorlage von Peter Bichsel beigeisterte das POGOensemble die Besucher restlos. Aus dem Off ertönte Bichsels Stimme, die Tänzerinnen setzten den Text eindrucksvoll in Bewegung um.
Im zweiten Teil sahen wir Ausschnitte aus dem Stück „Henry", das sich tänzerisch mit dem Wesen des Pferdes als Fortbewegungsmittel und Nutztier, als Weggefährte und Freund beschäftigt. Ein besonders gestaltetes Raumkonzept, das sich an den Wegen der Hufschlagfiguren orientiert, war Kernstück der Choreografie.

Noch lange wurde gemeinsam mit den Tänzerinnen im KunstSalon gefeiert.

 

20. August 2008 - Abend mit Mechthild Großmann

Mitgliedern des Förderboards der tanzsociety wurde die Gelegenheit geboten, mit Mechthild Großmann zu Abend zu essen. Mechthild Großmann ist die einzige Schauspielerin im Ensemble von Pina Bausch und hat dort vor 32 Jahren ihre Karriere begonnen. Der Abend wurde lebhaft und lang. Wir freuen uns schon sehr, sie im November in "Die sieben Todsünden / Fürchtet Euch nicht" auf der Bühne zu sehen.

 

17. August 2008 - New Talents des Studiengangs Tanz im Rheinauhafen

Anne Jung und Miriam Wick in "Dub Version"Nicht immer einfach war der Weg, auch den Tanz als Kunstsparte in das Programm der new talents biennale zur Eröffnung des Rheinauhafens zu integrieren und jungen Absolventen die Gelegenheit zu geben, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Am 16. und 17. August fand die feierliche Eröffnung des Hafens mit einem anspruchsvollen und abwechselungsreichen Kulturprogramm statt, das zeigte, wie viel kreatives Potential in unserer Stadt vorhanden ist und wie viele Talente in Köln ausgebildet werden. Dank unserer gemeinsamen Förderung hatten auch drei Tänzerinnen des Studiengang Tanz die Möglichkeit ihr Können unter Beweis zu stellen, was ihnen eindrucksvoll gelungen ist: Corinna Didjurgeit, Anne Jung und Miriam Wick tanzten die Choreografie "Dub Version" von Vera Sander, der derzeitigen Leiterin des Studiengang Tanz. Im Anschluss daran war Anne Jung noch einmal mit der Choreografie "Move on to my own" von Emauele Soavi (movingtheatre.de) zu sehen.

Das zahlreiche Publikum war begeistert und der Studiengang Tanz hat bewiesen, dass auch er einen festen Platz auf einer Biennale verdient hat, die jungen Talenten von Kölner (und Düsseldorfer) Hochschulen eine öffentliche Plattform bietet. Somit freuen wir uns, dass wir dazu unseren Teil beitragen konnten.

  

23. Juli 2008 - Rambert Dance Company

Zum Ende der Saison besuchten wir gemeinsam noch ein außergewöhnliches Gastspiel in Köln - den Auftritt der Rambert Dance Company. 1926 von Marie Rambert gegründet, ist sie Großbritanniens älteste Tanzkompanie und das Flaggschiff des Landes für zeitgenössischen Tanz.
Uns wurde ein dreiteiliges Programm geboten: SCRIBBLINGS von Doug Varone (USA), im Februar 2008 uraufgeführt, der Klassiker SWANSONG von Christopher Bruce, eines der ganz großen und immer wieder nachgefragten Stücke der Rambert Dance Company aus dem Jahre 1987 und Mark Baldwins von Albert Einstein beeinflusster Choreografie CONSTANT SPEED von 2005.

Bei schönem Wetter haben wir den Abend gesellig auf der Terrasse des Domhotels ausklingen lassen und noch viel über die Qualität und den Inhalt der unterschiedlichen Choreografien diskutiert.

21. Juni 2008 - Offene Probe einszwei@.... von Ilona Pászthy

Die tanzsociety traf sich zum Sommeranfang in der Wachsfabrik mit ihrem wildromantischen Garten zu einer Tanzprobe.
Die Kölner Choreografin Ilona Pászthy hatte uns eingeladen, nach nur 3 1/2 Wochen Probenzeit Einblick in ihre neue Tanzproduktion zu gewinnen, die im August in der Alten Feuerwache aufgeführt wird.
Das Stück ist der 2. Teil einer Trilogie um die Kommunikation und widmet sich diesmal dem Thema der Kommunikation zwischen Lebenspartnern. Das Konzept sieht vor, dass nicht nur die beiden Tänzer in je einem Raum agieren, der durch eine Videowand getrennt ist, sondern auch das Publikum in beiden Räumen die Aktionen verfolgen kann. Die Videoinstallation besteht aus vorproduzierten Videos und Projektionen der jeweils im anderen Raum stattfindenden Tänze. Damit sieht das Publikum stets alles.

 

24. April 2008 - "Kolam" pretty ugly tanz köln

Ein Kolam ist ein verschlungenes Muster, das viele Frauen in Südindien täglich mit Reismehl in den Eingangsbereich ihres Hauses zeichnen. Kolams dienen nicht nur als Dekoration, im ursprünglichen Sinne sollen sie auch mentale Disziplinen fördern. So interpretiert man die Punkte oft als Symbole für die Aufgaben des Lebens, während die kunstvollen Linien die Lebensreise darstellen. Schöne Kolams gelten als Ausdruck für Anmut, Geschicklichkeit und Disziplin der Frau.

Drei Tänzer/innen von pretty ugly - Emi Miyoshi, Michael Maurissens, Ruben Reniers - stellten unter diesem Thema ihre neuen künstlerischen Arbeiten im Arkadas Theater vor. Sie beschäftigten sich mit sozialen und kulturellen Themen und bedienten sich unterschiedlicher Medien wie Video und Zeichnungen.

 


18. April 2008 - movingtheatre.de

SHOTS - THREE CONSCIOUS NIGHTMARES

Das Ensemble movingtheatre.de, das mit dem Kölner Tanzpreis 2006 ausgezeichnet wurde, ist uns von vielen Auftritten, u. a. auch im KunstSalon im Mai 2007, gut bekannt.

Zum Anlass ihres 5-jährigen Bestehens planten sie vom 16. bis zum 20. April ein Tanzfestival in Köln. Dieses förderungswürdige Engagement wurde auch von der tanzsociety und vom KunstSalon tatkräftig unterstützt, so dass wir natürlich auch besonders herzlich dazu einladen. Neben verschiedenen Schauspielproduktionen im Freien Werkstatt Theater war am 18. April die Uraufführung der Tanzproduktion SHOTS der beiden Choreographen Massimo Gerardi und Emanuele Soavi zu sehen:

„Drei Choreographien über das Irrationale in uns. Eine Performance auf den Spuren des Surrealismus.
Mit SHOTS setzen wir die in den letzten drei Jahren erfolgreich begonnene Suche nach Verbindung von Sprache und Tanz, nach persönlich-emotionalen und sozialen Folgeerscheinungen der Sinneswahrnehmung mit gesellschaftlicher Relevanz fort.
Und wie immer steht im Zentrum der hochqualitative Tanz."

12. April 2008 - Hubbard Street Dance Chicago

Unser Programm für die Tanzsaison 2007/2008 umfasste bisher Aufführungen europäischer Kompanien: Pina Bausch, Martin Schläpfer / ballettmainz, Vera Sander, dem movingtheatre.de, John Neumeier / Hamburg Ballett und Heinz Spoerli / Zürcher Ballett und natürlich unseren Auftakt mit den grandiosen Kanadiern von La la la Human Steps. Dies war Grund genug, mal wieder westwärts zu schauen: die Neusser Tanzwochen boten dazu mit einer Aufführung der Hubbard Street Dance Chicago  eine gute Gelegenheit. Diese Company ist ein Garant für temperamentvollen Tanz auf höchstem Niveau unter dem Leiter Jim Vincent. Die Spannbreite seiner Choreografien reicht vom Ballett bis hin zu amerikanischen Musicals und brisantschneidigen Stücken.

 

1. März 2008 - pretty ugly tanz köln "untiteled passages" 

 Die Mitglieder der tanzsociety erwartete in der Halle Kalk ein zweiteiliger Tanzabend:

untitled ...twice wurde von Thomas Zamolo erarbeitet, der bei dem Cullberg Ballett in Stockholm tanzt und auch für diese company bereits choreografiert hat.
„'KIDS GAME' ist meine Hauptinspiration für diese Arbeit.... Es gilt unsere kindliche Unvoreingenommenheit auf der Bühne wie auf einem Spielplatz lebendig werden zu lassen und unserer Erziehung, unseren geschulten Bewegungs- und Bewußtseinsmustern zu trotzen".

Meidosems ist ein Duett von Amanda Miller zu John Cages Sonatas and Interludes for Prepared Piano. Die Uraufführung fand 1995 während des Holland Dance Festivals statt.
„Sie haben Handschuhe an, wenn sie sich begegnen. Im Handschuh findet man eine Hand, einen Knochen, einen Degen, einen Bruder, eine Schwester, ein Licht - das kommt auf die Meidosemen an, auf die Tage, auf die Lage. Im Munde findet man eine Zunge, einen Appetit, Worte, eine Süßigkeit, das Wasser im Brunnen in der Erde. Das kommt auf die Meidosemen an, auf die Tage, die Lage. Im Dom ihres Mundes lassen die Meidosemen auch Fahnen flattern." (Henri Michaux)

 

29. Februar 2008 - Zürcher Ballett 

Am 29. Februar war das Zürcher Ballett mit einem besonderen Programm in Leverkusen zu sehen. Gezeigt wurden vier Arbeiten unterschiedlicher Choreographen. Seit 1996 leitet Heinz Spoerli das Zürcher Ballett und damit begann eine große Erfolgsgeschichte. „Das Zürcher Ballett zählt heute fraglos zu den besten Ballettkompagnien Europas und wohl auch der Welt; seine Solisten suchen ihresgleichen», schreibt die Presse.
Seine Werke trugen zu ihrem Ruhm bei, aber auch die internationalen Verbindungen, die Spoerli aufbaut, in dem er Stars wie Hans van Manen, Jiři Kyliáns und William Forsythe einlud, ihr Repertoire mit dem Zürcher Ballett einzustudieren. 

Ein grossartiger Tanzabend!
 

 

17. Februar 2008 - FIRST/LOVE/LAST - Probenbesuch

FirstLoveLastSeit mehr als 10 Jahren veranstaltet Suheyla Ferwer eine Benefiz-Gala zu Gunsten der Aidshilfe, die durch den neuen Kooperationspartner, das Kulturforum in Herz Jesu, nun an mehreren Terminen stattfinden kann. Erstmalig in diesem Jahr ist der Choreograf Rick Kam beteiligt, der uns gerade noch mit seinem Tanz im Microsoft-Rohbau im Rahmen von „Musik in den Häusern der Stadt" begeistert hat.

Das Stück, das frei nach Romeo und Julia konzipiert ist, wird von Laien zwischen fünf und achtzig Jahren gestaltet. Es spielt bewusst mit der Abgrenzung zwischen Bühne und Zuschauerraum. Die Darsteller treten aus den Reihen des Publikums hervor und beziehen das Publikum aktiv in die Vorstellung ein.

Dieses Projekt versteht sich als Beitrag für ein humanes Miteinander der Generationen. Davon konnten sich die Mitglieder der tanzsociety überzeugen, als ihnen ein Einblick gewährt wurde in die spannende Probenarbeit mit so vielen unterschiedlichen Altersgruppen und Charakteren. 

Foto: Klaus Hemmersbach (bei der Aufführung in der Herz Jesu Kirche)  

  

10. Januar 2008 - Hamburg Ballett

Der Choreograf John Neumeier ist seit 1975 Leiter des Balletts der Hamburgischen Staatsoper. 1942 in Milwaukee geboren, begann er seine Ballettausbildung in seiner Heimatstadt, wechselte dann nach Chicago und London. 1963 wurde er von John Cranko als Tänzer ans Stuttgarter Ballett engagiert, wo er auch zu choreografieren begann. Mit 27 Jahren wurde er zum Ballettdirektor in Frankfurt berufen und choreografierte den Feuervogel (Stravinsky). Typisch für Neumeiers Schaffen ist, dass er auf der festen Basis des klassischen Vokabulars sich immer ein Stückchen in Richtung Moderne bewegt.Wir sehen von Mitgliedern des Hamburg Ballett zusammen mit Eleven der Ballettschule Hamburg Auszüge aus „Des Knaben Wunderhorn", choreografiert von John Neumeier zur Musik von Gustav Mahler. Diese Aufführung wurde von dem Bundesjugendorchester unter der Leitung von Klauspeter Seibel begleitet. 

  

2007

16. Dezember 2007 - movingtheatre "Pinocchios Reise in die neue Welt"
(Kinderballett ab 5 Jahren)

movingtheatre.de"Pinocchios Reise in die neue Welt" war die zweite Aufführung aus der Reihe unseres neu zusammengestellten Angebots für Kinder nach „Ratten fangen!“. Inspiriert von Collodis gleichnamigem Roman, geht der kleine Pinocchio auf Entdeckungsreise durch eine moderne Großstadt. Mit Tanz, Musik, Texten und Bildern – zwischen Realität und Phantasie – erlebt Pinocchio an diesem Ort voller Verlockungen und Gefahren neue, aufregende Abenteuer.

15. Dezember 2007 - pretty ugly tanz köln und Concerto Köln mit "Episodes"

Mit Episodes besuchten wir gemeinsam die erste Premiere dieser Spielzeit von Amanda Miller und pretty ugly tanz köln. Das Stück ist eine Zusammenarbeit von Tänzern, Musikern und dem New Yorker Videokünstler Seth Tillett. Zu zeitgenössischem Tanz spielt das Concerto Köln, das auf die historische Aufführung von Werken des (Früh-) Barocks auf historischen Instrumenten spezialisiert ist. Der britische Komponist und Musiker Fred Frith kombiniert für dieses Ballett Alte Musik von Monteverdi, Rossi und Castelli mit eigenen Stücken. Die Videosequenzen von Seth Tillett und die zeitgenössische Musik zeigen eine künstlerische Gegenüberstellung des heutigen Alltags mit der prachtvollen Welt des Barock.

Im Anschluss an die Vorstellung fand die Premierenfeier mit den Künstlern im unteren Foyer und im Erfrischungsraum des Schauspielhauses statt.

8. November 2007 - Salonrunde Tanz

Nach einem so umfangreichen Programm und so vielen tollen Tanzaufführungen wird es Zeit, mal wieder auch inhaltliche Diskussionen über die Zukunft des Tanzes in Köln und die Aufgaben und Ziele der tanzsociety zu führen. Aus diesem Grund veranstalten wir eine Salonrunde Tanz. Die Salonrunde im KunstSalon ist ein offener Kreis von Tanzexperten und Tanzliebhabern, der Programm und Projekte der tanzsociety diskutiert und entwickelt.


4. November 2007 – pretty ugly tanz köln "Ratten fangen!"
(Kinderballett ab 4 Jahren)

Aufgrund der positiven Resonanz auf die Verlosung von Pinocchio-Karten im letzten Herbst, haben wir uns entschlossen, erstmalig ein Tanzprogramm für Kinder anzubieten und haben fünf Aufführungen in Köln und Leverkusen zusammengestellt, zu denen wir Sie mit Ihrem Nachwuchs einladen möchten.Wir beginnen mit dem Stück „Ratten fangen!“, einer Choreografie von Flavia Tabarrini, die dem Ensemble pretty ugly tanz köln angehört. Die Musik stammt von der Komponistin Samuelina Tahija, die „immer schon“ für den Tanz in Köln gearbeitet hat. Das Stück basiert auf dem Kinderbuch „Forteen rats and a rat-catcher“ von Tamasian Cole und James Cressey und erzählt die Geschichte einer netten alten Dame, die eigentlich nur ruhig in ihrem Haus leben möchte und daran von Ratten gehindert wird, die ihre Vertreibung planen...


2. und 3. November 2007 - „Elly“ - Erfahrbarkeit kultureller Identität, Vera Sander – VeraSanderArtConnects
„Simi“ – Gastchoreografenprojekt / artist in residence am 20. Oktober um 19.30 Uhr 

Wir möchten unseren engen Kontakt zur Tanzabteilung der Hochschule für Musik (MHS) fortsetzen und Sie einladen, die Ausbildung und den Weg der zukünftigen Tänzer zu verfolgen. Eines der Hauptziele des Studiengangs TANZ an der MHS Köln besteht darin, bereits während der Ausbildung die angehenden Künstler mit etablierten Tanzschaffenden arbeiten zu lassen. So haben sie mit renommierten Choreografen wie Robert Cohan, Betsy Fisher, Amanda Miller, Massimo Gerardi Stücke ganz unterschiedlicher choreografischer Handschriften einstudiert. In ihren zwei neuen Produktionen befasst sie sich mit dem Thema „Menschsein“. Im Probenzeitraum von 5 Wochen werden die Studierenden Gelegenheit haben, dem spartenübergreifenden Tanzensemble VeraSanderArtConnects im Schaffensprozess für die Produktion „Elly“ über die Schulter zu schauen. Gleichzeitig werden sie in „Simi“, dem georgischen Wort für „Saite“, aktiv der Frage nachgehen, von welcher Qualität menschliche Begegnungen geprägt sein können.

ACHTUNG: Der Termin musste entfallen! 


Mini Abo - Ballettmainz, Hamburg Ballett, Zürcher Ballett
Erstmalig haben wir für Sie ein kleines Abonnement zusammengestellt, das aus drei Veranstaltungen renommierter Kompanien besteht:

11. Oktober 2007: Wir beginnen mit dem ballettmainz, bekannt aus der letzten Saison in Neuss und knüpfen an unsere Reihe „Tanzlegenden“ an. Die Kompanie zeigt neben einem neuen Stück ihres Choreografen Martin Schläpfer den „Grünen Tisch“ von Kurt Jooss.

10. Januar 2008: Mitglieder des Hamburg Ballett zeigen zusammen mit Eleven der Ballettschule Hamburg Auszüge aus „Des Knaben Wunderhorn“ choreografiert von John Neumeier zur Musik von Gustav Mahler. Diese Aufführung wird von dem Bundesjugendorchester unter der Leitung von Klauspeter Seibel begleitet.

20. Februar 2008: Der Schweizer Choreograf der letzten Aufführung ist uns gut bekannt: Heinz Spoerli hat das Ballett der Deutschen Rheinoper geleitet, bevor er als Direktor des Zürcher Ensembles in die Schweiz zurückgekehrt ist. Die guten Kritiken, die sein Stück „moZart“ erhalten hat und seine außerordentlichen Tänzer versprechen einen gelungenen Tanzabend.


28. September 2007 - „Simi“ – Gastchoreografenprojekt / artist in residence

Probe von Vera Sander mit den Studierenden der Tanzabteilung der Hochschule für Musik.

Diemal haben wir Ihnen etwas Besonderes angeboten. Sie konnten kostenlos an einer Kostprobe der Aktivitäten der tanzsociety teilnehmen. Der Besuch einer Tanzaufführung ist für viele nicht neu. Viele kennen sicher auch den Trainingsaufbau im klassischen Ballett oder im modern dance. Aber haben Sie schon einmal gesehen, wie ein Stück im Ballettsaal entstanden ist?Vera Sander, die zweimal den Kölner Tanzpreis gewonnen hat und neben ihrer eigenen Kompanie eine Professur an der MHS hat, zeigte uns dies gemeinsam mit Studierenden.


7. September 2007 – movingtheatre “FAIR FRIENDS” // Shakespeare’s sonnets

Das mit dem Kölner Tanzpreis 2006 ausgezeichnete movingtheatre, das wir seit fast fünf Jahren kennen, war im Mai mit “One – Two – Three” im KunstSalon zu Gast und begeisterte uns mit Tanz, Choreografie und Lichtdesign. Das neue Projekt entführte uns in das poetische Geflecht von Shakespeares Sonetten, ergründete Liebe, Liebeswahn, Rivalität und Schönheitszwang.Unter Shakespeares immensem Werk findet man die Sonette, das erste Beispiel in der Geschichte, in dem nicht nur über und an eine weibliche, sondern auch eine männliche Schönheit, den ‚Fair Youth’ gedichtet wird. Diese Besonderheit stellte dem Dichter ein größeres Reservoir an Gefühlen zur Verfügung, und führte gleichzeitig zu Zweifeln an der Echtheit der soeben ausgedrückten Empfindung. Anstelle der "fair lady" gibt es in manchen Sonetten eine "dark lady", die dann nicht mehr das unerreichbare, abstrakte Liebesziel darstellt, sondern den irdischen Aspekt der Liebe ins Spiel bringt. Das Tanzprojekt erzählt über diese Dreierkonstellation, ohne dabei den Blick auf das gesamte Werk Shakespeares und dessen Verknüpfung mit der heutigen Zeit zu verlieren.


24. August 2007 - “Amjad” La La La Human Steps

LaLaLa Human StepsSchnell, aggressiv, riskant und gefährlich – so begann die Saison 2007/08 der tanzsociety – auf der Bühne. Der kanadische Choreograf Édouard Lock ist uns wohlbekannt. Er war mit seiner Kompanie La La La Human Steps bereits in den 90er Jahren im KunstSalon zu Gast. In Remscheid sahen wir sein Stück “Amelia” und waren begeistert von der Virtuosität und dem Ausdruck der kleinen Kompanie, die mühelos eine große Bühne füllt. Jedes Stück von Lock ist genau auf seine Tänzer zugeschnitten. In seiner jüngsten Ensemble-Kreation verbindet er zeitgenössischen Tanz auf höchstem Niveau mit Zitaten aus klassischen Balletten wie “Schwanensee” und “Dornröschen”. Lock rekonstruiert Passagen dieser Klassiker und setzt sie teilweise mit Musicalthemen neu zusammen. Neun Tänzer führen das Stück auf, das Filmpassagen enthält und von vier Musikern begleitet wird.


3. Juni 2007 - Tanzabend der M & Company aus Boston

Erstmalig boten wir Ihnen einen Tanzabend gemeinsam mit dem Kultursalon Düsseldorf an. An einem besonderen Ort, einer ehemaligen Fabrikhalle, hat das neu gegründete Ensemble M & Company aus Boston sein dreiteiliges Stück aufgeführt. Die Company besteht aus Absolventen renommierter Schulen wie: Hamburgische Staatsoper, Rosella Hightower (Cannes), Vaganova Institut (St. Petersburg). Die Mitglieder haben Preise bei Tanzwettbewerben gewonnen, als Solisten bekannter Companies brilliert und sich auch durch Choreografien ausgezeichnet. Den Stil der Choreografien kann man als neoklassisch / zeitgenössisch charakterisieren.Wir sahen drei Stücke, die unter dem Titel: Short Cuts menschlicher Beziehungen angekündigt wurden.


10. bis 13. Mai 2007 – tanz nrw 07 in Köln

Das Festival “tanz nrw 07 in Köln”, das vom 10 – 13. Mai an unterschiedlichen reizvollen Orten - Studiobühne, Orangerie, tanz nrw 2007Rhenania, Sporthochschule Köln und der Alten Feuerwache - stattgefunden hat, ist die Nachfolgeveranstaltung der Reihe “tanzstrasse”, einer Abspielförderung für Künstler in ausgewählten Städten. Die Idee, Künstlern zu ermöglichen, einstudierte Stücke, erneut zu präsentieren, ist geblieben. Neu ist, dass in jeder Stadt die ansässigen Tänzer und Choreografen das Programm bestreiten und die größere inhaltliche Breite, die natürlich auch die Präsentation mit neuen Medien einschließt.Die tanzsociety hat in den vergangenen Jahren dieses Festival mit Filmvorführungen und Workshops gerne begleitet. Uns erwarten Aufführungen, Installationen vieler Kölner Tanzkünstler und auch des Tanzarchivs.


6. Mai 2007 - “One – Two – Three” Tanzabend von Massimo Gerardi und Emanuele Soavi im KunstSalon

movingtheatre im KunstSalonEs ist schön, wenn es gelingt, den Kontakt zu Künstlern über eine einmalige Begegnung hinaus aufrecht zu erhalten, ihren Werdegang zu verfolgen, mit ihnen ihre Erfolge zu feiern und vielleicht sogar Freundschaft zu schließen. Massimo Gerardi, Mitglied des movingtheatre, war bereits 2003 zu Gast. Seitdem haben wir uns seine Arbeiten, die Pentalogie der Sinne, an verschiedenen Orten in Köln angesehen, haben seine Partner Emanuele Soavi und den Schauspieler Achim Conrad kennen gelernt. One – Two – Three ist ein dreiteiliger Abend mit ganz unterschiedlichen Tanzabend im KunstSalonChoreografien von Gerardi und Soavi über Sport, Mozart und Farbspiele. Ebenfalls zum Ensemble gehört Danilo Colonna.


 

31. März und 1. April 2007 - Tanzabende in der MHS Köln
Gastchoreografenprojekt mit Choreografien von Stefan Brinkmann, Chun Hsien Wu, Chrystel Guillebaud, Fabrice Prioville.

Mit gleich zwei Tanzaufführungen stellten sich die angehenden Tänzerinnen des Studiengangs Tanz auf der großen Bühne der Musikhochschule vor.Die Choreografen Stefan Brinkmann, Chun Hsien Wu, Chrystel Guillebaud, Fabrice Prioville – allesamt ehemalige oder aktive Mitglieder des Pina Bausch-Ensembles – haben mit den Studierenden Choreografien erarbeitet.Zwei Protagonisten kennen wir bereits: Chrystel Guillebaud und Chun Hsien Wu haben für uns 2006 einen Tanzabend im KunstSalon gestaltet. Ihre neue Choreografie spielt wieder mit Hindernissen. Die Tänzer sind Glied einer Kette und müssen erfahren, dass ihre Bewegungen von anderen Gliedern der Kette bestimmt werden. Jede Änderung hat Auswirkungen auf den Rest der Kette.


27. März 2007 – ballettmainz, Martin Schläpfer

Dass erstklassige Tänzer Ballettdirektoren werden und dann auch Choreografien entwickeln, ist normal. Meist beschränken sie sich allerdings auf die Neufassung von Klassikern. Anders der Schweizer Martin Schläpfer, der 1994 die Leitung des Berner Balletts übernahm. 1995 stellte er seinen ersten Ballettabend mit Choreografien zu Haydn, Brahms und Mahler vor. Seit 1999 setzt er seine Entwicklung als Choreograf in Mainz erfolgreich fort.Seine Abende bestehen aus eigenen Arbeiten, die von großer musikalischer Einfühlsamkeit und reicher choreografischer Ausdruckskraft geprägt sind. Sie zeigen Werke so wichtiger Choreografen wie Hans van Manen, der nur wenige Compagnien autorisiert, seine Stücke aufzuführen. Damit hat sich ballettmainz unter seiner künstlerischen Direktion zu einem der besten Tanzensembles in Deutschland entwickelt.


11. März 2007 - pretty ugly tanz köln "Études" und Wiederaufnahme von "fair is foul and foul is fair"

Rick Kam, der in Indonesien geboren wurde und seine Tanzausbildung in den Niederlanden absolvierte, ist seit 1999 als Assistent von Amanda Miller tätig. Seit 2005 erarbeitet er eigene Choreografien für pretty ugly tanz köln.In seiner zweiten Choreografie – nach Se(u)la - beschäftigt er sich mit Wahrnehmung, Wirkung, Ursachen und Möglichkeiten. Er hinterfragt die üblichen Formen des Tanzes und eröffnet Tänzern und Zuschauern den Zugang zu neuen Erfahrungen.Die Klangkünstlerin Akiko Okabe gestaltet mit Kompositionen von György Ligeti, Frédéric Chopin, Claude Debussy und Steve Reich ungewöhnliche Zeit-Räume, die geometrisch umgesetzt werden.  Für alle, die Amanda Miller “nur” als Choreografin und Tänzerin kennen, war es eine Überraschung. Sie besitzt auch schauspielerisches Talent. Mit Kate Strong, mit der sie seit ihrer gemeinsamen Arbeit beim Frankfurter Ballett befreundet ist, hat sie mit dem von Macbeth entlehnten Titel ein Stück geschrieben. Das Stück spiegelt die Vergangenheit der über vierzigjährigen Tänzerinnen wider, denen man die Freude am Tanz, ihrer Freundschaft und am Spiel mit Ballettklassikern anmerkt.


22. Februar 2007 - Nederlands Dans Theater II

Vor vier Jahren haben wir uns im Bergischen Löwen eine Aufführung des Nederlands Dans Theaters II angesehen und waren begeistert von der Qualität und der Energie der jungen Tänzer, für die so renommierte Choreografen wie Hans van Manen, Jiøi Kylián, Johan Inger, Ohad Naharin, Stephan Thoss ein eigenes Repertoire erarbeiten.  Die Compagnie wurde als Nachwuchsensemble für das NDT bereits 1978 gegründet und besteht aus 16 Tänzern im Alter von 17 bis 23 Jahren. Sie hat sich längst als eigenständige Gruppe international einen Namen gemacht. Die Idee, jungen Tänzern die Gelegenheit zu verschaffen, mit unterschiedlichen Choreografen zu arbeiten, aufzutreten und auf Tourneen Erfahrungen zu sammeln, ist von anderen Ensembles kopiert worden.


7. Januar 2007 - Merce Cunningham Dance Company

Lebende Tanzlegenden: mit einer Einladung zur Aufführung der Cunningham Dance Company können wir fortsetzen, was mit den Besuchen der companies von José Limón und Martha Graham begonnen hat – Avantgarde des American Modern Dance des beginnenden 20. Jahrhunderts. Nach mehr als 10 Jahren gastiert die company, die auch bereits im KunstSalon zu Gast war, erneut in Deutschland. Jahrgang 1919, kam Cunningham 1939 als zweiter Mann über die legendären Sommerkurse am Bennington College in die bisher nur aus Frauen bestehende Kompagnie von Martha Graham, der er bis 1945 angehörte. Seit seinem Debüt als Solist hat er seine Vorstellungen neuer Tanzformen durchgesetzt. Er bringt Tanz mit den damals radikalsten Kunstrichtungen zusammen – John Cage, David Tudor, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg, Jasper Jones, Andy Warhol. In Cunninghams Choreografien werden Musik und Tanz und Bühnenbilder nicht selten nach der unabhängig voneinander erfolgten Fertigstellung erst bei der Premiere zusammengefügt. Als einer der ersten Choreografen hat Cunningham die Möglichkeiten von Videotechnik und computerbasierten Choreografien erkannt und genutzt, ohne allerdings dem Rechner die künstlerische Inspiration zu überlassen.  

2006
 

29. November 2006 - pretty ugly tanz köln „first time“

Mit „First Time“, dem ersten Abend in einer Tanzimprovisationsreihe von pretty ugly tanz köln, verwirklichte Amanda Miller eines ihrer Projekte für die Spielzeit 2006/2007. Unter dem Titel „off the beaten track“ werden Projekte an anderen Spielorten der Stadt angedacht. Der erste Begegnungs-Ort, in dem Zuschauer und Tänzer sich un-mittelbar gegenüber standen, war die Orangerie im Volksgarten. Unter Einbehaltung der Goldenen Regel: „If you are confused: You are on the right track!” prüften die Tänzer an Hand von Vorgaben die Wahrhaftigkeit ihrer Entscheidungen.


18. November 2006 – „Bacon“, Nanine Linning 

18.10 Uhr Vortrag: "I'll be your mirror - zur Dekonstruktion von Körperbildern" von Prof. Dr. Petra Maria Meyer, Muthesius Kunsthochschule Kiel.

Die niederländische Tänzerin und Choreografin, Absolventin der Rotterdamer Tanzakademie, Nanine Linnig, wurde bereits mit 25 Jahren zur Hauschoreografin des renommierten Scapino Balletts ernannt. Zwei Stücke haben uns begeistert. Immer noch unter dreißig, arbeitet sie jetzt mit einer eigenen Company und gastiert mit “Bacon” im tanzhaus nrw – passend zur Ausstellung des englischen Malers Francis Bacon im K20 am Grabbeplatz.In “Bacon” verbindet sie virtuosen Tanz mit Videobildern und spürt den Bildwelten des berühmten Malers mit fünf Tänzern nach, die sich zwischen Schönheit und Erniedrigung bewegen. Der Vortrag von Prof. Dr. Petra Maria Meyer führte in den Tanz ein, beschäftigte sich mit dem Thema “Doppelgänger” und nahm auch Bezug auf die Tanzvorstellung und die Körperbilder von Francis Bacon.


17. November 2006 - Spiegel Wim Vandekeybus / Ultima Vez

Vor einigen Jahren waren die Tänzerinnen von Ultima Vez zum jour fixe bei uns im KunstSalon zu Gast und haben ganz lebhaft von ihrer Arbeit und der Company erzählt. Nun gab es erneut eine Gelegenheit, der Company zu begegnen: “Spiegel”, das neue Stück, wurde auf der wunderschönen Zeche Zollverein in Essen gezeigt. “Spiegel” besteht aus Szenen, die die Entwicklung der Company verfolgen. Alte und neuere Stücke wurden komprimiert und neu montiert. Vandekeybus hat nie eine tänzerische Ausbildung durchlaufen, war aber ein guter Sportler, was man seinen frühen Stücken mit mörderischen Bodenkämpfen und gefährlichen Bewegungen ansieht. Zum Tanz kam er während seines Psychologiestudiums durch die Begegnung mit dem Theatermacher und Choreografen Jan Fabre. Normalerweise gründen Choreografen erst eine Kompagnie, wenn sie bereits Choreografien erarbeitet haben. Bei Vandekeybus verlief das anders: 1985 entstand “Ultima Vez”, erst zwei Jahre später gab es die erste Choreografie. In den folgenden Jahren schuf er kraftvolle Stücke mit ausgefallenen Titeln und fantasievolle Tanzfilme.


4. November 2006 - Massimo Gerardi "pop eye"

Mit “pop eye”, einem Stück über das Sehen, beschließt Massimo Gerardi seine Pentalogie der Sinne. Nach “CAN YOU HEAR ME?” (tanzhautnah’/Köln 2003), “DETAILED FINGER-PRINTS” (Kulturbunker Köln-Mülheim 2004) und “INTENSE” (tanzhautnah/Köln 2005, nominiert für den Kölner Tanzpreis) luden wir zur letzten Aufführung der Reihe ein.Die Künstler setzten erneut die Suche nach Verbindung von Sprache und Tanz fort und erzählten über die Folgeerscheinungen der Sinneswahrnehmung. Persönliche Geheimnisse der Akteure, lustiger, dramatischer oder kindlicher Natur, spiegeln sich in Wort und Tanz. Ob sie es wollen oder nicht, sie zeigen ihre Zweifel, ihre Scham- und Schuldgefühle, ihre Träume und Fehler und zahllose vergängliche Wünsche. Und alle sehen ihnen dabei zu.


19. Oktober 2006 - pretty ugly tanz köln "Giselle"

Giselle gehört zu den großen Handlungsballetten des 19. Jahrhunderts. 1841 mit unmittelbarem Erfolg an der Pariser Oper uraufgeführt, hat es sich bis heute einen Platz im Repertoire auch zeitgenössischer Tanzcompagnien.Das Ballett in zwei Akten zur Musik von Adolphe Adam mit der Choreografie von Jules Perrot und Jean Coralli basiert auf dem Buch mehrerer Autoren, zu denen auch Théophile Gautier zählt. Thematisch ließ er sich von Heinrich Heines “De l’Allemagne” beeinflussen und verwendete für den zweiten Akt Heines Geschichte der “Wilis” – schreckliche nächtliche Tänzerinnen, die ihren männlichen Opfern auflauern und sie zu Tode tanzen.  Die Geschichte ist einfach: ein Bauernmädchen verliebt sich in einen als Jäger verkleideten Prinzen, verfällt in Wahnsinn und stirbt, als sie die Täuschung entdeckt.Amanda Miller aktualisiert die Handlung nicht, sondern stellt in ihrer Arbeit eine vergangene Bühnenwelt mit fantastischen Geistergestalten vor.


22. Oktober 2006 - „Oh, wie schön ist Köln am Rhein!“ Ein getanztes Märchen von Anne Bach-Jacobs.

Seit dem spektakulären Tanzprojekt „Le Sacre du Printemps“ von Royston Maldoom, das mit den Berliner Philharmonikern und Berliner Schülern realisiert wurde, ist das Thema „Tanz in der Schule“ zu Recht in aller Munde. Der Film  „Rhythm’ Is It“ lief sehr erfolgreich im Kino. Royston Maldoom hat für diesen verdienten Erfolg 20 Jahre gearbeitet. Die tanzsociety hat die Initiative der Caritas, gemeinsam mit der Choreografin und Professorin Vera Sander ein Schulprojekt zu erarbeiten, im KunstSalon anlässlich eines jour fixe vorgestellt. Jetzt möchten wir Sie zu einem weiteren Schulprojekt einladen – diesmal von einer privaten Ballettschule. Anne Bach-Jacobs, die an der renommierten Else-Lang-Schule studiert hat, wagte nach immer ausverkauften Aufführungen ihrer Ballettschule in der Comedia Colonia den Sprung auf die große Opernbühne.


23. September 2006 - pretty ugly tanz köln "Giselle-Nacht"

Die Aufführung fand an einem ungewöhnlichen Tanzort statt: im denkmal-geschützten Neptunbad gab es zur Einstimmung auf die Premiere von „Giselle“ am 19. Oktober einen romantischen Abend mit pretty ugly tanz köln und special guests.

 



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