Gründung der KunstSalon-Stiftung
Selten ist die Gründung einer Stiftung so eng mit dem Phänomen “Glück” verbunden, wie bei der KunstSalon-Stiftung. Ein glücklicher Zufall bescherte dem Kölner Unternehmer Andreas Schmitz im Jahre 2000 den Gewinn eines Jahresloses der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL). Nachdem er im ersten Jahr insgesamt fast 1.500,- DM gewann, verlängerte er die Laufzeit des Loses. Anfang 2001 erhielt er erneut eine SKL-Gewinnbenachrichtigung. Dieses Mal war es ein echter Hauptgewinn: Andreas Schmitz hatte eine 1 Mio. DM gewonnen!
Seinerseits gab es keinerlei Zweifel daran, dass dieser Gewinn der Gesellschaft zugute kommen sollte. Der Kölner Unternehmer hatte in der Vergangenheit bereits Projekte im sozialen Bereich unterstützt.
Durch seine Mitgliedschaft im Förderverein des KunstSalon e.V. war ihm bewusst geworden, dass auch die Kultur mehr private Initiative benötigt. Armut ist aller Künste Stiefmutter, besagt ein deutsches Sprichwort. Er entschied sich daher, den Gewinn der Kölner Kulturszene zur Verfügung zu stellen. Das Geld sollte langfristige Planungen ermöglichen. Das Ergebnis ist die KunstSalon Stiftung, die die Aktivitäten des KunstSalon e.V. unterstützt und die Sparte Tanz in Köln fördert.
Stiftungsziel
Seit ihrer Gründung hat die KunstSalon Stiftung darauf abgezielt
1. die Arbeit des KunstSalon e.V. zu unterstützen und
2. dem Bühnentanz in Köln zu neuem Leben zu verhelfen.
Diese beiden Ziele sind eng miteinander verknüpft. Der KunstSalon e.V. ist ein bürgerschaftlich initiierter Verein, der die Kölner Kulturlandschaft seit 1994 mit vielseitigen Impulsen belebt. Durch zahlreiche Projekte verhilft der Verein der Kultur der Stadt zu einem attraktiven Angebot.
Seit 2001 gibt es im KunstSalon eine spezielle Sektion für den Bühnentanz: Die tanzsociety ist eine Publikumsgesellschaft, die das Interesse am Tanz wach hält, die neben gemeinsamen Gastspielbesuchen auch den Blick hinter die Kulissen wagt und die Kluft zwischen aktiven und passiven Tanzbegeisterten aufhebt. Die KunstSalon Stiftung unterstützt die Arbeit der tanzsociety und hat u.a. die viel beachtete Kölner Leitbildstudie und die entsprechenden Experten-Workshops im KunstSalon ermöglicht.
An dem Workshop “Bühnentanz in Köln” (2003) nahmen u.a. Martin Puttke (Ballettdirektion aalto ballett Essen), Matthias Schmiegelt (Management Tanztheater Wuppertal), Hans Sandig (Management Sasha Waltz) und Daniela Kurz (Direktion Ballett Nürnberg) teil. Im Anschluss an den Workshop erklärten Stephan George von der Imhoff-Stiftung und Andreas Schmitz von der KunstSalon Stiftung, dass man bereit sei, für eine Kölner Residenz-Compagnie jährlich insgesamt 450.000 Euro zur Verfügung zu stellen (400.000 Euro Imhoff Stiftung, 50.000 Euro KunstSalon Stiftung).
Dieses Angebot führte dazu, dass die Stadt Köln ganz entgegen bundesweiten Trends, eine Sparte wieder aufbaute und seit 2005 erneut über eine Compagnie – Amanda Miller und ihr Ensemble pretty ugly tanz köln - verfügt.