Kunstsalon

Servicenavigation: Ende der Servicenavigation.

Aktuell aufgerufene Kategorie:

jour fixe

Seiteninhalt jour fixe:

2008 

09.11.2008 - Ulrich Matthes 

     2008 ist für diesen Theater- und Filmschauspieler ein besonderes Jahr. Bereits als „Schauspieler des Jahres 2008" ausgezeichnet, steht er mit seiner Rolle als „Wanja" in „Onkel Wanja" im Rennen um „den Faust" für die „Beste schauspielerische Leitung im Schauspiel 2008": Ulrich Matthes.

Eigentlich wollte er Lehrer werden, nimmt aber während des Studiums privaten Schauspielunterricht. Als 27-Jähriger wird er bereits mit dem Düsseldorfer Förderpreis als bester Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet. Seitdem arbeitet Matthes an Deutschlands wichtigsten Schauspielhäusern und macht sich durch zahlreiche TV- und Kinoprojekte einen Namen. Seit 2004/05 ist er festes Mitglied am Deutschen Theater in Berlin. 

Neben der Bühne war Ulrich Matthes auch in vielen erfolgreichen Filmen und im Fernsehen zu sehen, u.a. in Tom Tykwers bildgewaltigem Drama „Winterschläfer", Max Färberböcks „Aimee und Jaguar" oder Volker Schlöndorfs „Der neunte Tag". In Oliver Hirschbiegels „Der Untergang", der für den Oscar als bester fremdsprachiger Film 2005 nominiert wurde, verkörpert er Joseph Goebbels. Matthes interessieren die Seiten der Figur, die nicht offensichtlich sind, die scheinbar unter der Oberfläche liegen. "Spielen heißt für mich auch, Narben zu zeigen".

 

19.10.2008 - Präsentation des Architektenentwurfs des neuen Opernquartiers

Siegerentwurf für die Bühnen KölnSeit Ende Juni steht der Gewinner des architektonischen Realisierungswettbewerb „Bühnen Köln am Offenbachplatz" fest: Chaix & Morel et associés (Paris) & JSWD Architekten + Planer (Köln) & BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung (Aachen). Aufgrund des großen Interesses an diesem Bauvorhaben und der öffentlichen Diskussion sollten die Mitglieder des KunstSalon die Möglichkeit erhalten persönlich informiert zu werden: Der Architekt Frederik Jaspert von JSWD Architekten + Planer präsentierte im Gespräch mit Dr. Ulrich Wackerhagen und anhand einer Leinwandpräsentation seinen Siegerentwurf. Bis zum Baubeginn 2010 werden die Entwürfe nun konstant überarbeitet und erweitert, durch die Mitarbeit von Theaterplanern, Statikern und anderen Fachbüros.

Im Anschluss an die Präsentation wurde die Runde erweitert um Michael Maletz, dem Geschäftsführer des Vereins Citymarketing, und Prof. Dipl.-Ing. Gernot Schulz von der Hochschule Bochum, Fachbereich Entwerfen und Baukonstruktion. In der regen Diskussion war man sich schnell einig, dass mit den mindestens 230 Mio. EUR Steuergeldern, die hier vom Rat der Stadt Köln und der Verwaltung in die Hand genommen werden müssen, mehr entstehen soll als ein neues Schauspielgebäude und eine renovierte Oper. Vorschläge und Anregungen zur Belebung des Quartiers und Hinweise zur Optmierung des Neubaus wurden gesammelt und gerne aufgenommen. Herr Jaspert erklärte sich zudem bereit, in ein paar Monaten wiederzukommen und uns über die Veränderungen an dem Bauplan auf dem Laufenden zu halten.

 

14.09.2008 - Lutz Fritsch

Lutz FritschDirekt von der Montage-Baustelle auf dem Bonner Verteilerkreis kam Lutz Fritsch zu uns in den KunstSalon. Sein weithin sichtbares Kunstwerk „Standortmitte" verbindet nun ab sofort die Städte Köln und Bonn mit jeweils einer 50 Meter hohen roten Stele. Wir erlebten einen erschöpften aber glücklichen Künstler, der über die lange Phase des Entstehungsprozesses - 19 Jahre von der Vision bis zur Wirklichkeit - anhand von anschaulichen Fotos berichtete. Das Skulpturprojekt steht für die Regionale 2010, die weithin sichtbaren Landmarken verbinden die Region Köln Bonn. Fritsch: „Jede der Stelen steht für sich als eigenständige Skulptur an ihrem jeweiligen Standort, setzt sich aber im Kopf und Gefühl des Betrachters zu einem großen Ganzen zusammen. Man sieht immer nur einen Teil, weiß aber stets um den anderen."Standortmitte

 

8. Juni 2008 - Alfred Biolek 

Er ist der Pionier der Talkshow, der intensiven öffentlichen Gesprächsrunde vor Publikum - das legendäre Sofa und „Bio´s Bahnhof" haben Kultstatus in der Fernsehgeschichte erreicht: Prof. Alfred Biolek ist seit 1964 in der Fernsehunterhaltung aktiv. Die „ZDF-Drehscheibe", „Am laufenden Band", der „Kölner Treff" sind nur einige der von ihm produzierten Sendungen - zu den erfolgreichsten Produktionen gehören „Bei Bio", „Mensch Meier" und „Boulevard Bio". Lehraufträge u.a. an der Kunsthochschule für Medien (KHM) in Köln und alle begehrten Fernsehpreise sind Bestätigungen für seine großen Erfoge.

Ein guter Freund von Alfred Biolek und uns hätte in diesem Monat seinen 100. Geburtstag gefeiert. Wir gedachten des berühmten Fotosammlers Prof. Dr. h.c. L. Fritz Gruber im Vorprogramm des jour fixe mit einem Festvortrag seines Bewunderers Ulrich Tillmann: „Relevanzen und Vakanzen - zu den Lebenswerken von Klaus Schnütger-Webs und L. Fritz Gruber".


 

18. Mai 2008 - Nicola Graef und Prof. Sigfried Gohr über Jörg Immendorff

Gesucht haben wir für diesen jour fixe - 40 Jahre nach dem Mai 68 - eine personifizierte Antwort auf die Frage, welche Auswirkungen die Studentenbewegung auf die Künste hatte. Gedacht haben wir dabei auch an einen der damaligen Protagonisten, der selbst nicht mehr sprechen kann, weil er vor einem Jahr, im Mai 2007, gestorben ist. Gefunden haben wir schließlich ein beeindruckendes filmisches Dokument, "Ich, Immendorff", das in der Beobachtung der letzten Jahre des Malers die Historie und Zeit der Studentenbewegung nicht auslässt, aber doch etwas ganz anderes in den Mittelpunkt stellt:
Die künstlerische Kraft von Jörg Immendorff konnte seine heimtückische Krankheit nicht besiegen, hat sie nach den Eindrücken des Films aber weitgehend dominiert.
Nach dem gemeinsamen Besuch der Weltpremiere des Films im Filmforum/Museum Ludwig, begrüßten wir zum jour fixe die Regisseurin Nicola Graef und den Kunsthistoriker, Immendorff-Freund und ehemaligen Direktor des Museum Ludwig, Prof. Siegfried Gohr.

 

 

13.April 2008 - Noah Gelber von der Forsythe Company und movingtheatre.de  

movingtheatre.deDer Tanz ist eine Kunstsparte, der sich der KunstSalon bereits langjährig gerne - und mit der tanzsociety auch besonders intensiv - widmet. Nachdem wir zuletzt noch einmal tanzpolitische Aspekte für Köln in den Vordergrund gestellt haben, widmen wir uns beim jour fixe wieder Tanzkünstlern und ihren künstlerischen Ausdrucksformen.                                         Mit movingtheatre.de haben wir ein sehr erfolgreiches Ensemble der freien Kölner Tanzszene eingeladen, dessen Entwicklung wir schon seit einiger Zeit verfolgen. 2006 ausgezeichnet mit dem Kölner Tanz- und Theaterpreis, ist movingtheatre.de mittlerweile sogar international erfolgreich. Sein inzwischen 5-jähriges Bestehen feiert es mit einem Tanzfestival, von denen es in Köln viel mehr geben sollte:
An fünf Tagen wird die dem Ensemble eigene Mischung aus Tanz, Theater und Musik geboten; eigene (Ur)Aufführungen werden kombiniert mit Vorstellungen hochkarätiger Gäste.

Stargast des Tanzfestivals und unser Gast beim jour fixe war, neben den Tänzern und Choreographen von movingtheatre.de, Noah Gelber von der Forsythe Company sein.

 

9. März - Irene Langemann

Foto Reinhard Demmer

Irene LangemannEs gibt Filme, die offen provozieren und politische Missstände anprangern. Und dann gibt es „Rubljovka - Straße zur Glückseligkeit": Ein Film, der als Gesellschaftsporträt angelegt ist, der mit poetischen Mitteln private Schicksale in Putins Russland zeigt und damit einen politischen Wirbel erzeugt hat, womit sie - zumindest zu Beginn - am allerwenigsten gerechnet hat: die in Köln lebende Filmemacherin Irene Langemann.

Irene Langemann war den Mitgliedern des KunstSalon bekannt durch ihren Film „Russlands Wunderkinder". Geplant ist eine Fortsetzung dieses Films, der aufzeigen will, was aus den damaligen Wunderkindern geworden ist und von uns mit Spannung erwartet wird. Doch ob die Dreharbeiten wie geplant ab Mai starten können hängt davon ab, ob man dem Team ein erneutes Journalistenvisum für Russland genehmigt - und nach den Erfahrungen ihres aktuellen Films „Rubljovka" steht dies in den Sternen: Trotz mühsam erkämpfter Drehgenehmigungen wurde das Filmteam permanent vom russischen Sicherheitsdienst FSB, der Verkehrspolizei und von sämtlichen Wachdiensten behindert und bedroht. Vieles musste mit versteckter Kamera gedreht werden. Der Film ist dennoch entstanden, doch auch nach Drehschluss hörten die Schwierigkeiten nicht auf...

Die Mitglieder des KunstSalon konnten vorab den Film „Rubljovka - Straße zur Glückseligkeit" in einer Sondervorführung im Off Broadway-Kino anschauen.



 

10. Februar - Dr. Andreas Blühm

Foto Klaus Hemmersbach

Dr. Andreas BlühmSeit 2 1/2 Jahren bewegt sich das Flaggschiff der Kölner Museen, das Wallraf-Richartz-Museum / Fondation Corboud in neuem Fahrwasser. Nachdem die Sammlung, die vom Mittelalter bis zum Impressionismus reicht, im Ungers-Bau vom Museum Ludwig getrennt wurde und zunächst viel Ruhe auf dem Rathausplatz eingekehrt war, ist neuer Wind entfacht, der bereits für manch frische Welle gesorgt hat.  

Verantwortlich dafür ist Museumsdirektor Dr. Andreas Blühm, der mit vielen neuen und kreativen Ideen auf das Museum aufmerksam macht: Kinder und Jugendliche für das Museum begeistert, Verbindung zur zeitgenössischen Kunst herstellt, das Museum offener und besucherfreundlicher gestaltet und vieles mehr.

Der gebürtige Berliner wuchs in Bremen auf und arbeitete nach Stationen in Hamburg und Lübeck zwölf Jahre erfolgreich am Van-Gogh-Museum in Amsterdam. 

 


13. Januar - Neujahrsempfang


Begrüßung durch Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin der Stadt Köln


Eine neue Tradition im KunstSalon ist geboren: Aus dem ersten jour fixe im neuen Jahr wurde ein festlicher Neujahrsempfang mit Neujahrskonzert.


keinstarZunächst stellte die Kunsthistorikerin Renate Puvogel den Villa Aurora-Stipendiaten für das Stipendium des KunstSalon 2008, Christian Keinstar, persönlich und mit einer künstlerischen Arbeit vor. Der 1975 in Polen geborene Künstler schloss sein Studium an der Kunsthochschule für Medien (KHM) in Köln 2005 mit Auszeichnung ab - nach Stationen an der FH-Aachen (visuelle Kommunikation) und der Kunstakademie München. Die Liste seiner Ausstellungen ist bereits beeindruckend, im Jahr 2005 wurde er zudem mit dem Spiridon Neven DuMont Preis ausgezeichnet.


Anschließend erfreuten die "Die Extravaganten", ein Damenorchester, das mit Musik und Chansons die wilden Jahre wieder auferstehen ließ - mit einem Orchesterklang, der berührt und bewegt. Leidenschaftlich, temperamentvoll, sinnlich, nachdenklich, nostalgisch und provokant. Mal klassisch mal swinging. Zehn Musikerinnen begeisterten mit virtuoser Musik, ironischer Weltsicht und bestechendem Humor.Die Extravaganten


 

2007

 

12. Dezember 2007 - Maria Schrader

 

Maria SchraderNach großen Erfolgen als Schauspielerin in Filmen wie Keiner liebt mich, Rosenstraße oder Aimee und Jaguar, zu dessen Erscheinen der KunstSalon bereits 2001 zum Kinobesuch eingeladen hatte, gab Maria Schrader in diesem Jahr ihr Regiedebüt mit dem Film Liebesleben. Für die Spielzeit 2007/08 gehört Maria Schrader zudem zum Ensemble des Schauspiel Köln und ist in dem von Karin Beier inszenierten Stück Der Gott des Gemetzels zu bewundern. Sowohl für ihre Regiearbeit als auch für ihr schauspielerisches Können erhält sie großartige Kritiken. Während des abendlichen jour fixe im Dezember konnte man ihre Ausstrahlung, ihre Begeisterung für die Arbeit und ihre Bühnenpräsenz hautnah miterleben.

 

11. November 2007 – Christian Brückner


Christian BrücknerWir haben unsere Augen geschlossen und zunächst nur seine Stimme gehört. Denn diese Stimme kennen Sie alle. Vor Ihrem geistigen Auge sehen Sie sicher zunächst Robert De Niro. Vielleicht aber auch Alain Delon, Marlon Brando, Harvey Keitel oder Robert Redford. Ihnen allen lieh er seine Stimme: Christian Brückner – „The Voice“.Er ist seit Jahrzehnten einer der profiliertesten deutschen Synchron- und Hörspielsprecher, Rezitator und Schauspieler. Bekannt wurde er durch die Synchronisation von Warren Beatty in „Bonnie & Clyde“. Seine markante Stimme steht für harte Kerle und amerikanische Helden. In jüngster Zeit ist er vor allem durch seine ausgezeichneten und herausragenden Hörbucheinspielungen und Live-Lesungen in den Vordergrund getreten.

Foto: Klaus Hemmersbach
 

  

21. Oktober 2007 - John von Düffel


Der Mann ist Autor, Dramaturg und Langstreckenschwimmer, Theater- und Filmkritiker: John von Düffel. Er lebt in Hamburg undJohn van Düffel verlegt in Köln. Bereits sein erstes Buch war ein Erfolg und wurde 1998 mit dem aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet. Inzwischen sind dem eine Vielzahl von Romanen und Auszeichnungen gefolgt. Und weil John von Düffel sich besonders auf Familiengeschichten versteht, bleibt er diesem Thema auch in seinen neuesten Projekten treu. „Beste Jahre“ heißt das neue Buch, das auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurde. Hier erzählt der Autor vor allem, wie wenig selbstverständlich Familie heute geworden ist und macht aus dem ebenso wichtigen wie aktuellen Thema der späten Familie einen höchst gewitzten Roman. Aktueller Anlass seines Besuchs im KunstSalon war die von ihm erarbeitete Bühnenfassung der „Buddenbrooks“. Auf mehr als 700 Seiten erzählt der 1901 erschienene Roman vom Verfall der großbürgerlichen Kaufmannsfamilie, er beschreibt eine Vielzahl von Personen und berührt komplexe Themen. Anderthalb Jahre hat John von Düffel an der Bühnenfassung gearbeitet, hat den Jahrhundertroman stark verdichtet und erzählt in der Konzentration auf die drei Geschwister zugleich die Geschichte der gesamten Familie.

Foto: KunstSalon


09. September 2007 - Karin Beier 

 

am 12. Oktober 2007 feierte sie mit „Die Nibelungen" ihre erste Premiere als Intendantin des Schauspielhauses Köln. Die Stadt hat die große Erwartung, dass mit ihr wieder der Anschluss an die deutsche Theaterszene gelingt: Karin Beier

Karin Beier kommt aus Köln und kehrt nun nach vielen Engagements in großen deutschsprachigen Schauspielhäusern zurück in ihre Heimat. 1994 zur besten Nachwuchsregisseurin gewählt, kann sie bereits mit 41 Jahren auf eine beeindruckende Laufbahn zurückblicken. Schon die multilingualen Inszenierungen aus ihren Anfangsjahren als Regisseurin fanden große Beachtung, bis zum Sommer 2007 war sie mehrere Jahre als Hausregisseurin am Burgtheater Wien engagiert.
Die Besonderheiten von Köln berücksichtigend, hat sie einen span
nenden Spielplan erstellt, mit dem sie nicht „auf Nummer sicher" geht, sondern mit Themen wie Toleranz und gescheiterte Integration das Theater in Köln wieder zu einem politischen Ort macht. Mit ihrem internationalen deutschsprachigen Ensemble mit vielen neuen Gesichtern verspricht sie sinnliches Theater, raues Theater, spartenübergreifendes Theater, lebendiges Theater.

  

24. Juni 2007 - Peter Schmidt

 

Er wird als Deutschlands “Designpapst” bezeichnet: Peter Schmidt. Mit der Gestaltung eines Parfumflakons für Jil Sander, der heute im New Yorker Museum of Modern Art ausgestellt ist, erreichte er Weltruhm. Sein Name steht für die Gestaltung von Lebensstilen und internationalen Marken. Die Entwürfe von Peter Schmidt tragen immer eine unverwechselbare Handschrift: Sie sind minimalistisch und puristisch, hochwertig, auf das Wesentliche reduziert und ästhetisch geradezu perfektionistisch.1972 gründete er eine der renommiertesten Designagenturen Deutschlands. Seit deren Übergabe an seine Partner ist Peter Schmidt als Kreativer in vielen unterschiedlichen Designbereichen tätig. So gestaltete er das Foyer der Hamburgerischen Staatsoper, entwarf Bühnenbilder und Kostüme für Ballettinszenierungen von John Neumeier sowie für Opern mit dem Dirigenten Kent Nagano. Sein künstlerisches und soziales Engagement ist vielfältig. Und in Hamburg ist der Designer gar nicht zu übersehen: das neue Logo der Stadt trägt seine Handschrift.


 

13. Mai 2007 - Nessi Tausendschön


Ihr Auftritt bei “Musik in den Häusern der Stadt 2007” war eine der Überraschungen des diesjährigen Festivals, am 10. Mai konnten sie Sängerin und Kabarettistin Nessi Tausendschön mit ihrem Programm “Frustschutz” im KunstSalon erleben und am 13. Mai war sie unser Gast beim jour fixe. Nessi Tausendschön ist u. a. Preisträgerin des Bundeswettbewerbs Gesang, des Ralph-Benatzky-Chansonwettbewerbs und des Deutschen Kleinkunstpreises. Aktuell arbeitet sie an der Produktion einer CD mit englischen Songs. Ab Herbst wird es ein neues Programm geben: “Perlen und Säue”.



15. April 2007 - Leiko Ikemura


Leiko IkemuraZum jour fixe im April – zwei Tage vor der Vernissage der Art Cologne – stellten wir Ihnen die wohl bekannteste japanische Künstlerin in Deutschland vor, die bereits vor 30 Jahren nach Europa kam und heute in Köln und Berlin lebt: Leiko Ikemura.Mit 21 Jahren verließ Ikemura ihre Heimat und studierte in Granada und Sevilla Bildhauerei und Malerei. Ihre ersten von ihr als gültig betrachteten Gemälde entstanden 1980, es sind lebhafte, vitale, irritierende und manchmal märchenhafte Bilder, in denen die Künstlerin von menschlichen Träumen, Kämpfen und Konflikten erzählt. Im Jahr 1983 stellte sie erstmals mit einer Einzelausstellung im Bonner Kunstverein öffentlich aus. Die Künstlerin sieht sich selbst als Grenzgängerin, die zwischen der japanischen und der abendländischen Kultur vermitteln möchte.Heute lehrt Leiko Ikemura an der Universität der Künste in Berlin, an die man sie 1991 als Professorin für Malerei berief. Das Kölner Museum Kolumba besitzt die größte Sammlung ihrer Werke – Skulpturen, Gemälde, Arbeiten auf Papier.

Foto: KunstSalon

11. März 2007 - Holger Czukay


Holger CzukayHolger Czukay ist Bassist und Klangforscher auf lebenslanger Suche nach dem richtigen Ton. Er selbst bezeichnet sich als “mitten in einem Abenteuer mit der Technik” stehend. Dieses musikalische Abenteuer konnten wir bereits als außergewöhnliche Performance bei unserem diesjährigen Musikfestival erleben. Als jour fixe-Gast konnten Sie die Persönlichkeit, die hinter diesen Klangexperimenten steht, kennen lernen. Holger Czukay wurde 1938 in Danzig geboren. Im Alter von 22 Jahren war im deutschen Radio bereits seine erste eigene Komposition (“Mellow out”) zu hören. Von 1963 bis 1966 studierte er bei Karlheinz Stockhausen. Im Jahr 1968 nahm seine Karriere eine entscheidende Wende, als er in Köln gemeinsam mit Irmin Schmidt die international erfolgreiche Band Can ins Leben rief, die noch heute den Ruf als eine der innovativsten deutschen Gruppen hat. Die Band, bestehend aus fünf Musikern, suchte nach alternativen Ausdrucksformen in der Musik. Ideenreichtum und Experimentierfreude – vor allem mit elektronischen Hilfsmitteln – standen bei Can an vorderster Stelle. Holger Czukay tat sich in diesen Soundexperimenten stark hervor und verließ 1977 die Band, als er sah, dass er seine eigenen musikalischen Vorstellungen nicht mehr im Can-Kontext unterbringen konnte.

Foto: KunstSalon

11. Februar 2007 - Susanne Linke


Susanne Linke wird am 28. April auf der Gala im Essener Aalto-Theater mit dem Deutschen Tanzpreis ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung, die in der deutschen Tanzszene zu vergeben ist. Grund genug, sich auf die Begegnung mit dieser außergewöhnlichen Tänzerin und Choreografin zu freuen, die seit über 20 Jahren das deutsche Tanztheater prägt.1944 in Lüneburg geboren, begann Susanne Linke im Alter von 20 Jahren ihre Tanzausbildung bei Mary Wigman in Berlin, d e r Tanzlegende des deutschen Ausdruckstanzes. In den darauf folgenden Jahren studierte sie an der Folkwang Hochschule Essen und tanzte von 1970 – 73 am Folkwang Tanzstudio unter der künstlerischen Leitung von Pina Bausch und am Rotterdams Dans Center. Zur gleichen Zeit entwickelte sie ihre ersten eigenen choreografischen Arbeiten. Innerhalb weniger Jahre erlangte sie internationale Erfolge, erhielt verschiedene Preise und tourte weltweit mit ihren Stücken. 1985 entstand mit ihrem Solo-Stück “Schritte verfolgen” eine ihrer persönlichsten Arbeiten, die sie nun gemeinsam mit drei weiteren Tänzerinnen wieder aufgenommen hat, und die auf der Zeche pact Zollverein in Essen aufgeführt wurde.

14. Januar 2007 - Anja Lais


Unser erster jour fixe-Gast war Anja Lais - “Kölns aufregendste Darstellerin” an den Kölner Bühnen (laut Kölner Stadt-Anzeiger vom 30.11.06). >Allein im Januar steht sie mit vier Stücken auf der Bühne und erhielt hervorragende Kritiken in “Emilia Galotti”, “Europa für Anfänger”, “The Believer” und “Nathan der Weise”. In Zeiten des Intendantenwechsels am Kölner Schauspiel und dem Weggang vieler bekannter Gesichter an den Bühnen steht Anja Lais für Kontinuität und wird mit Karin Beier erstmalig mit einer Frau als Intendantin arbeiten. Darauf freut sie sich! Und dass Anja Lais im Kölner Ensemble bleibt, das ist eine glückliche Nachricht für Köln und unser Theater! >zum festen Ensemble der Kölner Bühnen. Hier konnte man sie in den unterschiedlichsten Rollen erleben.

2006 


10. Dezember 2006


Für viele Kölner Künstler wird Weihnachten erst am 11. Februar 2007, dem Tag der Ratsentscheidung über Haushalt und Kulturhaushalt der Stadt Köln, stattfinden. Wichtige Bereiche der “Freien Szene” in unserer Stadt sind in der Ausstattung von Projekten und häufig auch in ihrer künstlerisch-kreativen Existenz von öffentlichen Geldern abhängig. Wer bekommt etwas, wer fällt raus, wer erhält von den kargen 2 % des Kulturhaushalts gar mehr? Unsere Gäste sind drei typische Persönlichkeiten der “Freien Szene”. Sie werden für uns informative Bilder vom Arbeitsleben und den Weihnachtswünschen freier Künstler mitbringen: Gerhardt Haag (Schauspieler und Leiter des Kölner Bauturm-Theaters), Charlotte Desaga (Projekts “BLAST”) und Sabine Kühlich (Jazzsängerinnen).

12. November 2006 - Ursula Maria Berg


Ursula Maria BergSo mancher möchte – in Anlehnung an eine Redewendung aus dem Konzertbetrieb – mal “die erste Geige spielen”! Einige wenige verkörpern diesen ehrenvollen Status Tag für Tag: die Konzertmeister/innen der großen klassischen Orchester. Sie sind die führenden Instrumen- talisten, die in der Gruppe der ersten Geigen noch einmal besonders hervorgehoben sind – gelegentlich durch Solopassagen, immer als Repräsentanz des Orchesters beim Handschlag des Dirigenten. Im Kölner Gürzenich-Orchester wird diese wichtige Position nun bereits seit 1999 von einer jungen, brillanten und charmanten Künstlerin wahrgenommen: Ursula Maria Berg ist 1. Konzertmeisterin und 1. Geige des Orchesters. Daneben nimmt sie eine Lehrtätigkeit für Hochbegabte an der Rheinischen Musikschule Köln wahr. Sie ist Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe; Konzerte führten sie nach Italien, Spanien und Südamerika.

Foto: KunstSalon

15. Oktober 2006 - Heinrich Pachl


Heinrich PachlSeit den 1970iger Jahren ist er aus der Kölner Kleinkunstszene nicht mehr wegzudenken; zunächst unterwegs als Kabarettist und Satiriker im Polit- und Straßentheater, später aktiv als Solokabarettist, der bislang fünf Produktionen auf die Bühnen der Republik gebracht hat: Heinrich Pachl. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Kleinkunstpreis und dem Adolf-Grimme-Preis nennt sich Pachl selbst “Preisträger für vertrauensstörende Maßnahmen”. Er ist als Theaterschauspieler in Köln und darüber hinaus in TV-Produktionen, beispielsweise im “Tatort”, zu sehen. Übrigens ist er auch bereits einige Mal mit unserem KunstSalon-Orchester und Klaus dem Geiger aufgetreten. Aktuell hat sich Heinrich Pachl nun als Autor und Regisseur mit den hiesigen Kölner Verhältnissen, den Skandalen und dem Klüngel der stadtbekannten Akteure beschäftigt. Daraus entstand die realsatirische Charakterkomödie "Köln ist Kasse", die im Theater im Bauturm mit großem Publikumsinteresse gezeigt wurde.

Foto: KunstSalon

10. September 2006 - Prof. Guy Stern


Guy Stern und Dr. Peter BachZu Gast in der Galerie Thomas Zander und im angrenzenden Forum für Fotografie präsentierten wir eine Ausstellung, die erstmals die Arbeiten der KunstSalon Stipendiaten des Villa Aurora Stipendiums – unserer langjährigen Spitzenförderung für Bildende Künstler - gemeinsam in Köln zeigt. Wir eröffneten diese Ausstellung, die unter der Schirmherrschaft unseres Kulturdezernenten Prof. Georg Quander steht, am 8.9. mit einer Einführung durch Prof. Manfred Schneckenburger. Am 9.9. las Bernd Lichtenberg, Autor des preisgekrönten Films „GOOD BYE, LENIN!“, dort aus seiner Kurzgeschichtensammlung, die er in der Villa Aurora fertig gestellt hat. Zu unserem jour fixe am 10.9. erwarteten wir in diesen Ausstellungsräumen einen ganz besonderen Gast: Prof. Guy Stern aus Detroit. Zeitzeuge und selbst Exilant wie Lion Feuchtwanger, der in der Villa Aurora einen Treffpunkt für emigrierte Künstler schuf, verließ Stern Deutschland 1937, meldete sich 1942 freiwillig zum Kriegsdienst und kam kurz darauf ins Camp Ritchie – ein Sammelbecken junger Exilanten. Er traf dort auf Hans Habe, Klaus Mann, Stefan Heym u. a., die entschlossen waren, Europa mit den Mitteln der Propaganda, Aufklärung und psychologischen Kriegsführung von den Nazis zu befreien. Seit 1945 lehrt er in den USA als Professor für Deutsche Literatur und ist einer der weltweit maßgeblichen Vertreter der Exilforschung. Er versteht sich selbst als Vermittler zwischen seiner Adoptivheimat Amerika und seiner ursprünglichen Heimat Deutschland.

Foto: KunstSalon

11. Juni 2006 - Arne Nolting und Reto Caffi


“An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen”. Mit dieser biblischen Weisheit, die jede Eigenwerbung in den Wind schlägt, warb die Kunsthochschule für Medien Köln für ihre Veranstaltungsreihe BEST OF KHM MOVIES 05/06. In dieser Reihe stellt die KHM regelmäßig eine Auswahl von Debüt- und Abschlussfilmen ihrer Studenten vor. Der Film “Wahrheit oder Pflicht” des Regisseurduos Arne Nolting und Jan Martin Scharf (KHM-Absolvent), gehört zu den Früchten, die jetzt endlich ihren Weg in das kommerzielle Kino gefunden haben, nachdem die Abschlussarbeit bereits zahlreiche Preise und Auszeichnungen gesammelt hat. “Männer am Meer”, ist die KHM-Abschlussarbeit von Reto Caffi. Zwei Freunde beim Badeurlaub in Italien oder... endlich erfahren Frauen etwas über Männer ... so könnte der Untertitel zu diesem gelungenen Kurzfilm lauten, den wir zum jour fixe zeigten.Anschließend freuten wir uns auf das Gespräch mit den Drehbuchautoren und Regisseuren Arne Nolting und Reto Caffi. Dr. Hans-J. Baedeker, Vorsitzender des Kuratoriums des KunstSalon und 2. Vorsitzender der Freunde der KHM, und Wilfried Reichart, ehemals Leiter der WDR-Filmredaktion, führten das Gespräch.

7. Mai 2006 - Lo Sprito del Lago


Seit 10 Jahren gibt es das innovative internationale Projekt zeitgenössischer Kunst "Lo Spirito Del Lago", das jährlich auf der Isola Bella im Lago Maggiore durchgeführt wird. Die kleine idyllische Insel - von Stendhal als einer der schönsten Orte der Welt bezeichnet - wird seitdem in jedem Sommer zum Austragungsort eines großartigen Kunstprojekts. 12-15 internationale Künstler stellen sich dabei der Aufgabe, die einzigartige Ausstrahlung des Ortes mit künstlerischen Installationen und Positionen in eine spannungsreiche Beziehung zu setzen, so dass rund ein Dutzend Rauminstallationen zu besichtigen sind, die thematisch in die barocke Atmosphäre und die historischen Gemäuer dieses Ortes eingebunden sind. Die Auftaktveranstaltung mit der Präsentation des kommenden Projekts findet jedes Jahr im KunstSalon statt. Grund genug, zum 10jährigen Jubiläum "Lo Spirito Del Lago" den Freunden des KunstSalon während des jour fixe vorzustellen.

9. April 2006 - Vera Sander


Seit langem begleiten wir den Weg der international gefragten Kölner Choreografin und Tänzerin Vera Sander. Ihre Ausbildung absolvierte sie an der London Contemporary School und der Theaterschool Amsterdam und war als Tänzerin in verschiedenen Ensembles engagiert, bevor sie freischaffend tätig wurde. Neben Gast-Choreografien im In- und Ausland machte sie unter dem Namen VeraSanderArtConnects auf sich aufmerksam. Mit einer Professur für Modernen Tanz an der Hochschule für Musik Köln betraut, ist Vera Sander auch eine geschätzte Dozentin.>Zurzeit arbeitet Vera Sander mit großem Engagement und viel Herzblut an einem ausdrucksstarken Bühnenauftritt mit 130 Schülern im Kölner Schauspielhaus. “you can change your life in a dance class” – inspiriert durch dieses Motto aus dem Film ”Rhythm is it!” wurde das Kölner Schülertanzprojekt "come2move" vom Caritasverband initiiert. Es bietet Jugendlichen zwischen 10 und 16 Jahren, von denen die wenigsten richtige Tanzerfahrung haben, die Möglichkeit, Körper, Geist und Seele im Tanz neu zu erfahren und dadurch mehr >Selbstbewusstsein zu gewinnen.

12. März 2006 - Elke Heidenreich


Seit Jahren kennen wir sie als Autorin, Moderatorin und Journalistin, aktiv in Presse, Funk und Fernsehen. Als Literaturkritikerin führt sie seit 2003 durch die erfolgreiche ZDF-Sendung Lesen! und die Freunde des KunstSalon konnten sie bereits zweimal (2002 und 2004) im Rahmen der Eröffnungsveranstaltungen des Festivals “Literatur in den Häusern der Stadt” erleben: Elke Heidenreich. Was vielen noch nicht bekannt ist, ist ihre große Leidenschaft für die Oper. So ist ihr die Kinderoper in Köln, für die sie seit 10 Jahren Textbücher schreibt, eine Herzensangelegenheit (“für die würde ich mich schlachten lassen”), und nun wurde sie für ein großartiges Projekt gewonnen: Elke Heidenreich hat das Libretto für eine Kammeroper geschrieben, die im März im Kölner Museum Ludwig uraufgeführt wurde.

12. Februar 2006 - Axel Siefer


Axel SieferSeit über 20 Jahren ist er “der Kontrabass” und seitdem mindestens einmal monatlich mit dem Solostück von Patrick Süskind auf der Bühne des Theater im Bauturm. Sogar ein Buch hat er über seine Erfahrungen mit dem Stück geschrieben, und der Kontrabass ist für ihn zu einem Wesen und Partner geworden, zu dem eine feste Beziehung besteht. Der Schauspieler Axel Siefer hat sich mit diesem Stück entwickelt, beide haben sich im Laufe der Jahre verändert, sind reifer geworden. Außer seiner Tätigkeit als Schauspieler ist Siefer auch als Regisseur erfolgreich; so hat er u.a. mit der Inszenierung “Kunst” von Yasmin Reza den Kölner Theaterpreis 1997 und mit Henrik Ibsens “Nora” den Kölner Theaterpreis 2004 gewonnen. Er arbeitet als freier Regisseur und Schauspieler in Köln, Frankfurt und Osnabrück und tritt ebenfalls in Film und Fernsehen auf.

Foto: KunstSalon

8. Januar 2006 - pretty ugly tanz köln


Debates for GandenUnsere erste jour fixe-Begegnung im neuen Jahr galt Mönchen und Tänzern. Sie haben es vielleicht gehört: Als Amanda Miller, die Kölner Ballettchefin, bei einem Aufenthalt im buddhistischen Kloster Ganden (Indien), in dem auch der Dalai Lama studiert hat, die über 2000-jährige Tradition der Debates kennen lernte, entdeckte sie Parallelen zum Ballett. So entstanden im Dezember 2005 die Begegnungen zwischen tibetischen Mönchen und Kölner Bühnentänzern im Schauspielhaus und in der Halle Kalk – Debates for Ganden.  

Foto: KunstSalon

2005 – 10 Jahre KunstSalon


11. Dezember 2005 - Louwrens Langevoort


Er trägt nun einen gewaltigen Mosaikstein des Kölner Kulturlebens auf seinen Schultern, offenbar gut gewappnet und mit einer Fülle von Ideen: Louwrens Langevoort, neuer Intendant der Kölner Philharmonie. Seine Bandbreite reicht vom klassischen Zuhörkonzert bis zur pränatalen Infiltration durch Aufführungen für Schwangere, vom Programm mit den großen Big Five-Symphonieorchestern bis zum Veedelskonzert für Musikinteressierte oder dem PhilharmonieLunch um die Mittagszeit mit dem probenden Gürzenich-Orchester. Wer die Presse um die neue Etappe der Philharmonie liest, empfindet sogleich, welchem Wettbewerbsdruck diese klassisch-zeitgenössisch eingerichtete, in Köln populär geöffnete und dennoch immer schärferer Konkurrenz ausgesetzte Institution unterliegt. Köln brauchte, da war am Ende kein Zweifel in der Berufungskommission, Louwrens Langevoort mit seinen zahlreichen Stationserfahrungen als Kulturmanager. Und er sagt zu Recht: "Das Kölner Haus ist immer noch das traditionsreichste und die Nummer eins in der Umgebung", auch wegen der Ausstrahlung der 2007 nun von ihm verantworteten MusikTriennale!

20. November 2005 - Jürgen Schadeberg


Er ist der Anti-Apartheid-Journalist und -Fotograf des legendären Magazins DRUM im Südafrika der 50er und 60er Jahre: der Fotograf Jürgen Schadeberg, dessen alte und neue Arbeiten zuletzt in “The Black Fifties in South Africa” in der Kölner Galerie Seippel und dem Museum Bochum gezeigt wurden. Die Geschichte des “Zeitungsmachers” Schadeberg ist jetzt verfilmt worden. DRUM ist auch der Titel des Films, der die wahren Erlebnisse von Jürgen Schadeberg und seinem südafrikanischen Kollegen Henry Nxumalo erzählt. Diesen Film zeigten wir gemeinsam mit unserem Schwesterverein filmsociety als Abschlussfilm des Festivals “Film in den Häusern der Stadt” und als Deutschlandpremiere. Am Morgen vor der Filmaufführung war Jürgen Schadeberg unser jour fixe Gast.

9. Oktober 2005 – jour fixe im Max Ernst Museum Brühl


Gerade zum jour fixe verlassen wir ungern den KunstSalon. Ausnahmen von der Regel müssen nachhaltige Gründe haben. Diesmal sind es zwei Namen: Max Ernst und Peter Schamoni. Der eine wird von dem Kunsthistoriker Werner Spies als der bedeutendste Künstler des 20. Jahrhunderts neben Picasso bezeichnet. Der andere hat schon als wissbegieriger und faszinierter junger Mann das Atelier des Künstlers besucht. Hier liegt der Ursprung dafür, dass Peter Schamoni neben vielen anderen Künstlern besonders Max Ernst filmisch und medial “im Visier” hatte. Die Freunde des KunstSalons werden sich erinnern, dass wir Peter Schamoni bereits im Jahr 2000 mit einer Sondervorführung seines hoch gepriesenen Films “Max Ernst, mein Vagabundieren, meine Unruhe” zu Gast hatten. Jetzt geht es unter anderem darum, dass er im großen Saal des neuen Max Ernst Museums in Brühl eine sehr lebendige Multimedia-Show mit und über Max Ernst inszeniert hat. Peter Schamoni brachte uns außerdem noch nicht gezeigte Raritäten mit und begleitete uns beim Rundgang durch das Museum mit Geschichten aus seiner langjährigen Freundschaft zu Max Ernst.

11. September 2005 – Prof. Georg Quander- Endlich hat Köln einen neuen Kulturdezernenten.


Wer weiß, wie sehr uns daran liegt, Köln aus dem Kulturtief heraus zu führen, kann sich wohl keinen besseren Gesprächsauftakt für die bevorstehende "Hochsaison" von Kunst und Kultur vorstellen. Georg Quander hat im Bewerbungsverfahren der Stadt mit Hinweisen auf Standort-Verluste Kölns in den letzten zwanzig Jahren und deren Hintergründe imponiert. Wer Vergangenes analysieren kann, wird auch die Zukunft mit klaren kulturpolitischen Konzepten angehen. Das jedenfalls ist unsere Hoffnung; denn der Beitrag der so kunst- willigen Kölner Bürgerschaft zum kulturellen Aufblühen der Stadt hängt ganz wesentlich von städtischen Zielsetzungen und städtischer Planungssicherheit ab!>Also sprechen wir miteinander über einen Konsens für die Zukunft!

12. Juni 2005 - Patenkünstler


Susanna Martin und Felix Heydemann, klassische Sopranistin und diplomierter Jazzgitarrist – was verbindet diese beiden jungen Künstler miteinander? >Diese beiden Musiker sind die ersten “Patenkünstler” des KunstSalon. Im 10. Jahr unseres Bestehens boten wir verschiedene Labels für junge kunstinteressierte Menschen an. Angefangen bei den jugendlichen Gastgebern der Festivals, den "joung urbans", die mit finanzieller Unterstützung älterer bereits erfahrener Gastgeber erstmalig selbständig verantwortlich für eine Lesung oder ein Konzert waren. Weiterhin mit einer Künstlerpatenschaft für junge Künstlerinnen oder Künstler, die von Mitgliedern unseres Freundeskreises durch die Übernahme des Künstlerjahresbeitrages ermöglicht wurde – ein Erlebnis direkter lebendiger und persönlicher Künstlerförderung, das für beide – Pate und Patenkünstler einen bereichernden Dialog versprach.

5. Mai 2005 - Sebastian Koch


Sebastian KochOb auf der Bühne, im Fernsehen oder auf der Leinwand – er zählt zu den gefragtesten Charakterdarstellern in Deutschland: Sebastian Koch. Eigentlich wollte er Musiker werden, doch die Inszenierungen des Stuttgarter Intendanten Claus Peymann Ende der 70er Jahre faszinierten ihn so sehr, dass er sich an der renommierten Münchner Otto-Falckenberg-Schule zum Schauspieler ausbilden ließ. Es folgten Theaterengagements in Ulm, Darmstadt und Berlin. 1986 bekam der Wahlberliner seine erste Fernsehrolle im “Tatort”. Sein Gesicht sah man danach oft in Krimis und Thrillern bis er 1997 mit dem viel gelobten Zweiteiler “Das Todesspiel” als RAF-Terrorist Andreas Baader von sich reden machte. “Speer und Er” ist der Titel der jüngsten Zusammenarbeit des Schauspielers mit Autor und Regisseur Heinrich Breloer. In seinem neuen Dokudrama setzt sich der mehrfach ausgezeichnete Autor und Regisseur mit Hitlers oberstem Architekten und späteren Rüstungsminister Albert Speer auseinander. In der Hauptrolle spielt Sebastian Koch als Albert Speer.

Foto: KunstSalon

24. April 2005 - Mauricio Kagel


Seit Jahrzehnten hat sich Köln als Zentrum für Neue Musik einen ausgezeichneten Namen erworben. Dafür stehen Komponisten wie John Cage, Karlheinz Stockhausen, Bernd Alois Zimmermann und Institutionen wie die Musikhochschule, der WDR und die Philharmonie. Dem breiten bürgerlichen Publikum fällt die Akzeptanz dieser Musik, die die eingeübten Hörgewohnheiten verlässt, oft schwer. Wir wollten uns der Neuen Musik annähern und freuten uns auf einen seiner hervorragendsten Vertreter und wichtigsten zeitgenössischen Komponisten: Mauricio Kagel. Wir freuten uns auch auf ein Wiedersehen mit Dr. Kathinka Dittrich van Weringh, die mit Mauricio Kagel und seinem Werk seit vielen Jahren vertraut ist und das Künstlergespräch mit ihm geführt hat.

13. März 2005 - Camilla Nylund


Unser jour fixe im September 2004 mit Katharina Thalbach in der Regie von “Salomé” und mit Christoph Dammann, dem Intendant der Kölner Oper, hatte Folgen: Wir begegneten Camilla Nylund, die man in der Rolle als Salomé getrost als Opernstar bezeichnen darf. Die Faszination ihres Auftritts hat viele Kölner und dabei auch ein Publikum erreicht, das sonst nicht zum Stammpublikum der Bühnen zählt.Ein Glücksfall also und ein besonderes Ereignis, dass diese faszinierende Sängerin Gast unseres jour fixe war. Nicht wenige Lobeshymnen der Presse eilen voraus: “Nylund ist die pure Offenbarung. Sie schenkt Sternminuten des leuchtenden, strahlenden Sopranklangs, sie ist eine Himmelsgabe für die Musik von Richard Strauss.” (Kölner Stadt-Anzeiger) Die Neue Zürcher Zeitung schreibt: “…das ist Musiktheater der Sonderklasse, möglich allerdings nur mit einer Idealbesetzung, wie sie Köln in Camilla Nylund zur Verfügung steht. Außergewöhnlich wie ihre Stimme – hell und schlank, aber von enormer Strahlkraft – ist auch ihr darstellerisches Potenzial.

13. Februar 2005 - Swing & Klezmer Trio Köln


Diese Musik, die ursprünglich aus der Hochzeits-, Fest- und Feiermusik der osteuropäischen Juden entstanden ist, hat sich vor allem in Amerika stark weiterentwickelt. Schon Benny Goodman hatte in seinem Repertoire Arrangements aufgenommen, die Swing und Klezmer-Musik miteinander verbinden. Inzwischen erfreut sich aber auch hierzulande die Klezmer-Musik mit ihren zumeist fröhlichen Tänzen einer immer größer werdenden Beliebtheit.Bernd Spehl (Klarinette), Andreas Schmitges (Gitarre) und Thomas Fritze (Kontrabass) bilden das Swing & Klezmer Trio Köln. Die drei kreativen Musiker verstehen es, ihr Publikum neben der Musik durch viele Geschichten in die jiddische Tradition der Klezmer-Musik einzuführen. Sie erzählen von New York, vom eigenen Erlernen der jiddischen Sprache, vom Eintauchen in die dortige Klezmerszene. Sie faszinieren nicht nur durch ihren reichen Erfahrungsschatz, sondern auch durch ihre intelligente und spritzige Vortragsweise.

9. Januar 2005 - Johann Kresnik & Simona Furlani


"[...] für die einen ist er ein begnadeter Choreograf, der atemberaubende Bilder schafft. Für die anderen ist er vor allem ein Wüterich, der die Bühne in ein ideologisches Schlachtfeld verwandelt" (Rudolf Alexander, "Kölnische Rundschau" v. 10.12.04). Gemeint ist Johann Kresnik, im November 1996 anlässlich seiner Kölner Inszenierung "Riefenstahl" im KunstSalon, seit 2003 Leiter des Bonner Balletts und nun wieder Gast bei uns. Begleitet wurde er von der Tänzerin Simona Furlani, der von der Presse als besonders ausdrucksstark gelobten “Hannelore-Interpretin”.Mit seinem neuen Tanztheaterstück "Hannelore Kohl" setzt er die spektakuläre Reihe seiner großen Bühnenportraits fort, darunter "Picasso", "Nietzsche", "Ulrike Meinhof", "Rosa Luxemburg", "Frida Kahlo". Für deutsche Verhältnisse ist es verblüffend, dass nur drei Jahre nach dem Tod der Kanzlergattin eine Biografie (Patricia Clough), ein Theatermonolog (Dea Loher), eine Oper ("Licht") und nun ein Tanzstück entstanden sind. Umso mehr interessiert die dahinter stehende künstlerische Inspiration. 


Seitenfuß: Kontaktdaten:
KunstSalon e.V. Brühler Straße 11-13 50968 Köln info@kunstsalon.de
Ende des Seitenfußes.
Seitenende Zurück zum Seitenanfang